Veranstaltungsort der Mitteldeutschen Buchmesse

Messehalle Haus 1:  Shedhalle am Viehmarkt
Buchlesungen Haus 2: Staatliches Berufsbildungszentrum Pößneck am Viehmarkt 

       
     

Die  Shedhalle ist eine moderne Multifunktionshalle in attraktivem Umfeld (inkl. Bühne, Bühnennebenräume, Foyer). Sie ist das Haus 1 der 3.Mitteldeutschen Buchmesse.

Im Seitentrakt der Shedhalle befindet sich ein öffentliches Restaurant. 


die Messehäuser:

www.shedhalle.com

www.sbbz-sok.de

 

Schulteil Pößneck des SBBZ SOK   (Foto: Mylius)

 

Das wunderschöne Gründerzeitgebäude des Berufsbildungszentrums SBBZ SOK liegt 150 Meter entfernt vom Haus 1 am anderen Ende der Parkflächen am Ufer der Kotschau. 
Das ist das Haus 2 der 3. Mitteldeutschen Buchmesse. Hier finden alle 33 Buchlesungen im Foyer oder dem Drucksaal (neben richtigen Druckmaschinen) statt.




Zwischen Haus 1 und Haus 2 befindet sich unser Gastronomiebereich, der ohne Eintrittskarte besucht werden kann.
Hier warten eine Gulaschkanone, Crepés und edle Weine auf die Besucher.  

Parkplätze sind auf der Parkfläche "Viehmarkt" zwischen den beiden Messehäusern ausreichend vorhanden.

       

Pößneck: Das sind wir.
Bücher, Bürgersinn und Industriegeschichte

Was verbinden Sie mit Pößneck? Wenig? Nie über Pößneck gelesen? Aber höchstwahrscheinlich haben Sie bereits etwas aus Pößneck gelesen, denn hier wird ein Großteil der europäischen Bücher gedruckt, von Goethe bis Harry Potter. Von GGP Media, einer der größten Druckereien Europas, starten jeden Tag über 600.000 Bücher, Kataloge, Telefonbücher und ähnliches in die weite Welt. Das sind rund 18 km Bücher täglich, stellt man sie eng an eng, die in Pößneck entstehen!

Wollte man die Stadt an der Kotschau auf eine Kurzformel bringen, wäre diese also naheliegend:

Stadt des Buchdrucks im Herzen Thüringens,

mit rund 12.500 Einwohnern,
über 100 Vereinen und früher dem ältesten, heute dem neuesten Hallenbad des Landes, in herrlicher Lage und mit schöner Stadtanlage, mit gesunder Wirtschaftsstruktur und nahe zu den zentralen Autobahnen Deutschlands.

Historische Kostbarkeiten zwischen Buchdeckeln

Mit Büchern haben’s die Pößnecker schon länger. 1315 entstand in der Stadt ein Kloster von Karmeliter-Mönchen. Klöster und Kirchen waren zu dieser Zeit oft die einzigen Orte mit schreib- und lesekundigen Leuten.

29 der wertvollen Kloster-Bücher sind erhalten und werden heute in der Forschungsbibliothek Gotha aufbewahrt. Diese sogenannten Inkunabeln (Wiegendrucke), gedruckte Bücher aus der Zeit vor 1500, waren damals weit seltener und kostbarer als Handschriften, denn der Buchdruck war ja erst rund 50 Jahre früher erfunden worden.

Mit einem Buch ist Pößneck auch zu einem festen Begriff in der deutschen Rechtsgeschichte geworden. Es befindet sich im Stadtarchiv: die Pößnecker Schöffenspruch-Sammlung von 1474. Es ist eine der frühesten Sammlungen von deutschen Musterurteilen, angelegt von den Pößnecker Stadtvätern. Im eigenen Stadtgebiet selbst Recht sprechen zu dürfen, zählte zu den Privilegien der Stadt. Spätestens ab 1324 hatte Pößneck derartige Rechte, in diesem Jahr nämlich wurde Pößneck erstmals als Stadt bezeichnet. Als Ort bestand es bereits viel länger –erstmals erwähnt wurde Pößneck 1252.

Druckerei mit Weltruf

Ab 1891 gab Carl Gustav Vogel hier sein erstes Anzeigenblatt, das Internationale Briefmarken-Offertenblatt“, heraus. Das war der Grundstein für einen Fachzeitschriften-Verlag, der Anfang des 20. Jahrhunderts europaweit zu den führenden zählte. Mit branchenspezifischen Informationen und Anzeigenteilen gab er hervorragend Überblick über die weltweite Industrieentwicklung. Weltweit rund 2 Millionen Interessenten erhielten die Hefte aus Pößneck. Die deutsche Großindustrie, so kann man sagen, stieg auf – auch dank Informationen aus der Stadt an der Kotschau. Bei Vogel stand 1928 die größte Druckmaschine Europas, eigens für seinen Verlag gebaut. Die noch heute in Pößneck für ganz Thüringen und darüber hinaus ansässige Berufsschule im Druck- und Medienbereich wurzelt ebenfalls im Vogel-Verlag, dessen Berufsausbildung für Drucker, Schriftsetzer und Buchbinder überregional eine der besten war. Und das hat sich in Pößneck erhalten. Heute kommen Meisterschüler für Druck- und Medientechnik aus ganz Deutschland hierher. Denn gute Bücher herstellen, ist eine Pößnecker Spezialität.

Auch Johann Wolfgang Goethe hat dies hier praktiziert. Der große Dichter und Denker war 18 Mal in Pößneck, auf dem Weg in die Kurbäder nach Karls- und Franzensbad. Zum Verschnaufen war er hier, hat gegessen und übernachtet. Und so floss Pößneck irgendwie in das literarische Werk ein. Sein Urteil über Pößneck jedenfalls stand 1795 fest: Dieser Ort sei ein „nahrhaft Städtchen“.

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